Eingeschränkter Regelbetrieb in Potsdamer Kitas (Stand: 22. Mai 2020)

Die Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg wurde geändert und erlaubt ab dem 25. Mai 2020 (siehe unter "Downloads") einen eingeschränkten Regelbetrieb in der Kindertagesbetreuung. Dies stellt einen weiteren Schritt hin zu einer vollständigen Öffnung der Kindertagesbetreuungseinrichtungen dar. Die Landeshauptstadt Potsdam möchte gemeinsam mit den freien Trägern die größeren Gestaltungsspielräume im Sinne der Kinder sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Familie nutzen.

Bitte haben Sie aufgrund der Kurzfristigkeit Verständnis dafür, dass am kommenden Montag möglicherweise noch nicht jedes konzeptionelle Angebot ausgereift zur Verfügung gestellt werden kann. Die freien Träger, die im laufenden Prozess eine sehr hohe Verantwortung tragen, brauchen Zeit, um gemeinsam mit den Standorten und Ihnen als Eltern im engen Austausch mit den Kita-Ausschüssen einen Rahmen setzen, der sowohl die erforderliche und mögliche Betreuung, als auch Sicherheit und Verlässlichkeit bietet.

Kindertagesbetreuung von Personensorgeberechtigten in kritischen Infrastrukturbereichen

Eltern, die bisher unter die Notfallbetreuung fielen, haben weiterhin den gleichen Rechtsanspruch auf eine Betreuung, sofern die Anspruchsvoraussetzungen weiterhin vorliegen.
Eine Bewilligung des Betreuungsanspruchs für Kinder von Sorgeberechtigten aus kritischen Infrastrukturbereichen erfolgt weiterhin durch die LHP auf Antragstellung. Bitte prüfen Sie gemeinsam mit Ihrem Träger / Ihrer Kita, ob möglicherweise durch die Angebote, die der standortbezogene eingeschränkte Regelbetrieb eröffnet, eine Antragstellung entfallen kann.
Den Antrag finden Sie hier.

Eingeschränkter Regelbetrieb

Kinder, die einen Rechtsanspruch nach § 1 des Kindertagesstättengesetzes des Landes Brandenburg haben, sollen in eine eingeschränkte Regelbetreuung aufgenommen werden. Der Mindestumfang der eingeschränkten Regelbetreuung erstreckt sich auf vier Stunden an mindestens einem Tag wöchentlich. Dieser kann auf eine längere Betreuungszeit als vier Stunden und auch auf weitere Tage ausgeweitet werden, wenn eine ausreichende Betreuungskapazität in der jeweiligen Kindertagesstätte zur Verfügung steht. Die Entscheidung über die Aufnahme in die eingeschränkte Regelbetreuung treffen die freien Träger / die Kindertagesbetreuungseinrichtungen.

Kindern im letzten Jahr vor der Einschulung ist nach Möglichkeit prioritär die Betreuung zu ermöglichen. Auch hier wird es unterschiedliche konzeptionelle Ideen geben. Bitte besprechen Sie sich mit den zuständigen Trägern / Standorten.

Die Träger können die Platzkapazitäten pro Standort selbst festlegen und über die Auslastung entscheiden. Sie haben jedoch verpflichtende Vorgaben zu beachten, die im Einzelfall dazu führen könnten, dass Einschränkungen hingenommen werden müssen. Die Landeshauptstadt Potsdam hat den freien Trägern Unterstützung bei der Umsetzung des eingeschränkten Regelbetriebs im Rahmen von konzeptionellen Fragen zugesichert.

Die Konstanz der Gruppen ist möglichst sicherzustellen, um infektionsrelevante Durchmischungen und übergroße Kontaktketten zu vermeiden. Auch hier liegen die Entscheidungen bei den freien Trägern / den Standorten. Bitte haben Sie dafür Verständnis, wenn aktuell die offene und teiloffene Arbeit nicht stattfinden kann.

Bitte haben Sie ebenfalls dafür Verständnis, dass zur Einhaltung der Sicherheit eine Vielzahl an Dokumentationen (z.B. die Zusammensetzung der Gruppen mit Namen der Kinder, der Betreuungszeiten, Namen der Betreuer und der Einsatzzeiten) geführt werden müssen. Auch Belehrungen sind nicht zu vermeiden. Dazu gehört auch, dass Sie täglich vor Inanspruchnahme der Betreuung eine unterschriebene Erklärung in der Kita abgeben müssen, dass Ihr Kind und sämtliche Mitglieder des Hausstandes / der Familie keine Krankheitssymptome der Krankheit COVID-19 aufweisen (z.B. erhöhte Körpertemperatur, trockener Husten, Durchfall, …) und nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen bzw. seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und im Hausstand / der Familie keine Krankheitssymptome aufgetreten sind.

Voraussetzung für ein gutes Gelingen des eingeschränkten Regelbetriebs, als Vorstufe für den vollen Regelbetrieb ist die zwingende Einhaltung der Regelungen eines Rahmenhygieneplans und des Hygieneplans der Einrichtung. Der Träger kann darüber hinaus einrichtungsspezifische Maßnahmen festlegen (siehe unter "Downloads"). Durch den Einstieg in die Phase des eingeschränkten Regelbetriebs kann das Risiko der Ansteckung möglicherweise größer werden (siehe unter "Downloads"). Ziel bleibt aktuell dennoch, vielen Kindern wieder die Teilnahme an der Kindertagesbetreuung zu ermöglichen. Zugleich dient die eingeschränkte Regelbetreuung dazu, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.

Downloads

  • Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg vom 8. Mai 2020

Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg (PDF; 927,70 KB)

  • Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom 19. Mai 2020

Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom 19. Mai 2020 (PDF; 270,26 KB)

  • Infektions- und Arbeitsschutz in Kindertageseinrichtungen in Brandenburg im Zusammenhang mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2/COVID-19 (Ergänzung zum Hygieneplan gemäß § 36 i. V. m. § 33 Infektionsschutzgesetz) Stand: 20.05.2020

Infektions- und Arbeitsschutz in Kindertageseinrichtungen in Brandenburg im Zusammenhang mit dem Corona-Virus Stand: 20.05.2020 (PDF; 260,75 KB)

  • Elternbrief der Beigeordneten Noosha Aubel zum eingeschränkten Regelbetrieb vom 22. Mai 2020

Elternbrief der Beigeordneten Noosha Aubel zum eingeschränkten Regelbetrieb vom 22. Mai 2020 (PDF; 168,77 KB)

 

Bitte downloaden Sie dieses Schreiben:

Diese Erklärung ist während der Geltung der Corona-Eindämmungsregelungen dem Kind täglich mitzugeben! 

 

Judith Fischer
Kitaleitung